Periode ist Politisch! – Interview mit Franka Frei

Manchmal kommt es anders als man denkt…  So auch bei meinem Interview mit der Autorin und Menstruationsaktivistin Franka Frei. Eigentlich wollten wir uns in einem gemütlichen Café verabreden, aber dann kam die Pandemie und wir haben halt telefoniert und das war mindestens genauso spannend. In ihrem Buch „Periode ist politisch“ aus dem Heyne Hardcore Verlag bespricht sie die sozialen und gesellschaftlichen, aber auch die wirtschaftlichen und politischen Folgen von Menstruationstabus.

Wer hat nicht schonmal einen Tampon in der hohlen Hand versteckt und ist zum Klo gegangen, als wenn man gleich etwas Verbotenes machen würde oder hat eine Binde, die aus der Tasche gefallen ist, blitzschnell wieder eingesteckt und gehofft, dass es keiner gesehen hat?! ich gestehe, früher war es mir auch unangenehm über Menstruation zu reden, aber warum eigentlich? Das dachte ich mir auch vor einer Weile und da kam mir das Interview mit Franka Frei sehr gelegen.

Ihr Buch informiert auf lockere Weise und macht auf wichtige Missstände und Menstruationsdiskriminierung (auch in Europa!) aufmerksam. Immerhin leben 50% der Menschheit nach einem ganz besonderen biologischen Rhythmus. Dieser wird jedoch so diskret behandelt, dass man sagen kann, er wird er totgeschwiegen und damit so tabuisiert, dass man denkt, man spricht über etwas unethisches, unsittliches oder gar ekliges, wenn man es doch anspricht. Dabei ist die Menstruation das Natürlichste der Welt, ohne die es Menschen überhaupt nicht geben würde.

Das Buch enthält viele recherchierte und gut dargestellte Fakten, aber ist durch einen witzigen Schreibstil kein rein wissenschaftlicher, dröger Fachtext, sondern eine Lektüre, die sowohl für Menstruierende als auch Nicht-Menstruierende geeignet ist.

Denn kaum einer weiß, dass die Menstruation ein kompletter Zyklus ist und nicht nur die eine Woche Blut im Monat. Der Zyklus nimmt Einfluss sowohl auf die menstruierende Person in Bezug auf Wohlbefinden, Produktivität, Verhalten, Entscheidungsfindungen etc. Einfluss nimmt, als auch auf ihr Umfeld.

Ich hatte während der Lektüre und des Interviews viele Aha-Momente, WOW-Momente und WTF-Momente.

 

Periode Ist Politisch – ein Interview mit Franka Frei

Podcast: Isolation vs. Kleinfamilienchaos – und nun?

… was machen wir nun?

Berlin ist im Ausnahmezustand. Alles ist zu. Die Kinder sind die nächsten vier Wochen mindestens zuhause. Sämtliche meiner Interviews sind abgesagt …

na was wohl: Wir machen das Beste draus und podcasten.

Paula und ich reflektieren die aktuelle Lage mit ihren Vor- und Nachteilen und geben Tipps, was man jetzt am Besten machen sollte und wie man die Zeit nutzen kann.

Isolation vs. Kleinfamilienchaos – und nun?

 

 

Interview mit Francesca Cavallo, Mitautorin des Buches Good Night Stories for Rebel Girls

Für mehr rebellische Mädchen!

Goodnight Stories for Rebel Girls –  ein Buch, das selbstbewusst macht, spannend und dazu noch wunderschön anzusehen ist. Doch wie wichtig das Buch ist, wird an folgender Anekdote deutlich, die Francesca so passiert ist:

Berufstag in der Grundschule. Alle Kinder nennen ihren Wunschberuf. Ein Mädchen sagt, sie möchte gerne Chirurgin werden. Ein Junge antwortet ihr, dass das nicht geht, weil sie doch ein Mädchen ist. Das Mädchen ist darauf hin nicht betrübt, wie man es vielleicht denken könnte. Sie dreht sich um und sagt nur „Der hat wohl nie Rebel Girls gelesen“.

Genau das ist das Ziel von Francesca Cavallo und Elena Favilli, als sie das Buch Goodnight Stories for Rebel Girls schrieben: Kleinen Mädchen Selbstbewusstsein geben und zeigen, dass man unabhängig vom Geschlecht alles erreichen kann, was man erreichen möchte.

Die ganze Geschichte zum Buch, wo es dringend noch Verbesserungsbedarf bei der Gendergleichheit gibt und wie man sie erreichen könnte, erzählt Francesca im Interview.

 

Interview mit Rebel Girl Francesca Cavallo

Zwei Frauen sitzen auf einer schwarzen Couch, links Jessica Neumayer, rechts Autorin Francesca Cavallo

Dann eröffne ich einfach ein Café – Frauen* in der Gastro – Stutenbiss #09

Wer hatte nicht schonmal den Gedanken: … dann eröffne ich einfach ein Café oder eine Kneipe … je nachdem. Irgendwie scheint diese Vorstellung eine häufige Plan-B-Idee zu sein. Warum auch nicht, es klingt doch super: die* eigene Chefin* sein, sich einen gemütlichen Wohlfühlort schaffen und mit diesem sogar noch Geld verdienen. Ganz so romantisch und einfach ist die Realität jedoch leider oft nicht, was aber nicht heißt, dass der Traum nicht dennoch schön sein kann.

In dieser Stutenbissfolge beschäftigen wir uns damit, was es heißt, als Frau in der Gastrobranche zu arbeiten. Dafür haben wir uns im Berliner Burritoladen Machete 2 getroffen und über Klischees und Träume sinniert, uns von Christines Erfahrungen als Inhaberin der Machete inspirieren sowie von Susannes Erfolgsgeschichte von Funk You – Natural Foods motivieren lassen.

Dann eröffne ich einfach ein Café – Frauen* in der Gastro – Stutenbiss #09